Ultrafeinstaub am Flughafen BER: Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow begrüßt Entscheidung des Kreistages Teltow-Fläming

    • Ultrafeinstaub am Flughafen BER: Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow begrüßt Entscheidung des Kreistages Teltow-Fläming

      Der Kreistag des Landkreises Teltow-Fläming beschloss gestern Abend, dass der Landkreis Teltow-Fläming die Schaffung behördlicher Ultrafeinstaubmessstationen im bewohnten Umfeld des zukünftigen Flughafens BER fordert.

      Ortwin Baier, Bürgermeister der hauptbetroffenen BER-Anrainerkommune Blankenfelde-Mahlow, äußerte sich zu dieser Entscheidung des Kreistags wie folgt:

      „Ich freue mich, dass sich nun auch der Landkreis Teltow-Fläming für die richtige und wichtige Forderung der Einrichtung behördlicher Ultrafeinstaubmessstationen im Umfeld des zukünftigen Flughafens BER einsetzt. Diese Stationen müssen noch vor der Inbetriebnahme dieses neuen Flughafens ans Netz gehen.


      In diesem Zusammenhang sehe ich die Brandenburger Landesregierung in einer besonderen politischen Pflicht, weil Brandenburg eine besondere politische Verantwortung dafür trägt, dass im Jahr 1996 entgegen der Expertise der Fachplaner der so genannte „Konsensbeschluss“ zugunsten des raumordnerisch vollkommen ungeeigneten BER-Standortes in Berlin-Schönefeld gefasst wurde.


      Deshalb sollte das Land Brandenburg nun auch bei der wissenschaftlichen Überwachung der Auswirkungen dieses Flughafens auf zehntausende Anwohner beispielhaft vorangehen, indem das Landesumweltamt von der Landesregierung den politischen Auftrag erhält, Ultrafeinstaubmessstationen im Umfeld des Flughafens aufzubauen und langfristig zu betreiben. Ein wichtiger Partner des Landesumweltamtes könnte dabei das Forschungsnetzwerk German Ultrafine Aerosol Network (GUAN) sein.“

      Nach epidemiologischen Forschungsergebnissen gibt es gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass Ultrafeinstäube besonders gesundheitsschädlich auf den menschlichen Organismus wirken.

      Nicht zuletzt aufgrund moderner Triebwerkstypen, die zwar leiser sind, aber zugleich die beim Verbrennungsprozess entstehenden Stäube stärker zerkleinern, und einer absoluten Zunahme der Flugbewegungen zählt der Luftverkehr zu den Hauptemittenten von Ultrafeinstäuben.

      Mit der Inbetriebnahme des Flughafens BER wird die Zahl der jährlichen Flugbewegungen von jetzt 96.500 (SXF in 2016) auf dann mindestens 300.000 Flugbewegungen pro Jahr steigen. Somit wird sich auch die Belastung des dicht besiedelten Flughafenumfeldes mit Ultrafeinstäuben stark erhöhen.


      Ortwin Baier
      Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow
      27.06.2017