Posts by msprissler

    Immer jeden 1. Mittwoch und 3. Dienstags im Monat um 19:00 Uhr im Sportcasino "Hattrick", am Sportplatz "Auf dem Eichenhügel", in 14979 Großbeeren findet das Bürgertreffen statt.


    In den Bürgertreffen planen und koordinieren wir aktuelle und zukünftig Aktivitäten. Unsere BI ist so strukturiert, daß jeder nach Lust und Laune mitmachen und seine Stärken einbringen kann - man muß nicht an jedem Treffen teilnehmen.


    Wer sich wehrt, der kann auch verlieren
    Wer sich nicht wehrt, der hat schon verloren.
    1813 gemeinsam gegen Napoleon- 2013 gemeinsam gegen Überflüge!!!


    Alle ist herzlich eingeladen, einfach einmal unverbindlich vorbeizuschauen.

    Einladung zur gemeinsamen Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Unser-Großbeeren“ und der Gemeinde Großbeeren


    Wann ?
    21.10.2011 um 19.00 Uhr


    Wo ?
    Mehrzweckhalle Großbeeren
    Die Halle befindet sich hinter dem Schulgebäude in der Berliner Straße.


    Diese Informationsveranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bürgerinitiative „Unser-Großbeeren“ und der Gemeinde Großbeeren. Sie dient der Aufklärung über die zu erwartenden Belastungen durch den "Flugbetrieb nach der Eröffnung des Flughafen Schönefeld (BER)"
    Hören Sie unseren Bürgermeister, Juristen und Mediziner, die zu verschiedenen Themen fachkundige Informationen liefern werden.


    Folgende Redner werden vor Ort sein:
    - Carl Ahlgrimm, Bürgermeister von Großbeeren
    zum Thema: Flughafen BBI/BER: Wo stehen wir jetzt ?


    - Matthias Schubert ,Jurist und Vorsitzender der BI Kleinmachnow gegen Fluglärm e.V., Initiator der Volksinitiative Unterschriften für das Nachtflugverbot
    zum Thema „Planfeststellungsbeschluss : Täuschung und Realität“


    Dr. Franziska Borkenhagen, Ärztin und Pressesprecherin der BI Bündnis Südost gegen Fluglärm
    zum Thema: gesundheitliche Folgen von Dauerlärmbelastung (vor allem für Kinder)


    Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf zahlreiches Erscheinen.

    Am Frau Ludwig (CDU-Landesvorsitzende in Brandenburg) sollten sich einige Politiker mal ein Beispiel nehmen und ebenfalls das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. Sich nur auf die Informationen seiner internen Fachleute zu verlassen, ist nicht immer die beste Entscheidung.

    Ab sofort habe ich anstelle des alten Gästebuches das Forum in die Homepage eingebunden. Die Beiträge aus dem alten Gästebuch sind im Thread "Gästebuch" wiederzufinden. Nur in diesem Bereich kann jeder auch ohen Anmeldung schreiben. Für alle andern Bereiche muß man sich erst registrieren.

    Pressemitteilung 103/11 BER-Strategen: Mit komfortablem Nachtflug zum planwidrigen Drehkreuz

    Mit seiner Beilagenkampagne „Einer Region wachsen Flügel“ in großen deutschen Tageszeitungen hat der Betreiber des künftigen Hauptstadtflughafens „Willy Brandt“ in Schönefeld jetzt wieder die wahren Ziele seiner Nachtflugstrategie offengelegt: „Wenn jedoch das Konzept von Air Berlin aufgehen sollte und die komfortable Nachtflugregelung von den Bundesrichtern nicht kassiert wird, dürfte die Zahl der Umsteiger in Berlin mittelfristig deutlich ansteigen – und damit auch die Bedeutung Berlins als internationales Luftkreuz.“ Erneut wird also dokumentiert: Es gibt keinen nachtrandspezifischen Bedarf aus der Funktionsbestimmung des Airports als Hauptstadtflughafen. Sondern hier will ein Flughafenbetreiber und eine Fluggesellschaft Nachtflugbetrieb durchsetzen, um am Standort Schönefeld im Widerspruch zur Planfeststellungsgenehmigung ein internationales Drehkreuz zu etablieren. Dabei wird von beiden Firmen mit ihrer Fixierung auf einen unsicheren betriebswirtschaftlichen Gewinn der Milliarden schwere Schaden außer acht gelassen, den Nachtflug in Schönefeld an der Gesundheit der davon betroffenen Menschen tatsächlich verursacht .
    Bei den Nachflugverhandlungen am 20./21.9.2011 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat weder das beklagte Brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft noch der Flughafenbetreiber einen wirklichen Beweis für das Erfordernis von Nachtflügen liefern können. Demgegenüber hat der renommierte Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa schon bei der Anhörung im Landtag am 7.4.2011 schlüssig belegt, dass es in Schönefeld keinen unabweisbaren Nachtflugbedarf gibt. Die Regelungen zum Nachtflugbetrieb im Planergänzungsbeschluss lassen Flüge wegen Verspätungen und Verfrühungen in der Kernzeit der Nacht nicht zu. Folgerichtig können diese Flüge auch in anderen Nachtzeiten ausgeschlossen werden.
    Unterdessen erwarten mehr als eine Million Menschen in Brandenburg und Berlin, die durch Nachtflüge bedroht sind, am 13.10.2011 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Nachtflugklagen. “Dabei ist eines schon heute sicher,” hält MATTHIAS SCHUBERT, Vorsitzender der BI Kleinmachnow gegen Flugrouten fest: “ Das höchste Gericht kann und wird keine Entscheidung treffen, die es den Parlamenten verbietet, von seinem Urteil zu Gunsten der Bevölkerung abzuweichen.” Deshalb bereiten sich die Bürgerinitiativen schon jetzt auf die nächste Stufe ihrer Volksinitiative, das Volksbegehren, vor, mit dem sie ein uneingeschränktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr für den Hauptstadtflughafen anstreben.
    Kleinmachnow, den 6.10.2011
    V.i.S.d.P.:
    Matthias Schubert, Tel.: 0151 40133961

    Ich denke, hier werden keine unbegründeten Ängste erzeugt, sondern wir gehen ersteinmal vom "worst case" aus. Und der sieht zur Zeit überhaupt nicht gut, sondern dramatisch aus. Ein Ziel unserer Initiative muß es sein, die Bürger Großbeerens wachzurütteln. Denn so harmlos wie einige es immer noch sehen wird es nicht werden. Und mal im Ernst: Bei allen Argumenten für einen Flughafen (denen wir uns übrigens nicht verschließen), kann ich nicht glauben, daß Fluglärm von irgend jemand begrüßt wird (auch diese Aussage habe ich bereits gehöhrt). Wir werden jedenfall alles daran setzten, um den Fluglärm über Großbeeren zu minimieren!!!


    Noch ein Anmerkung: Wir geben hier jedem die Gelegenheit seine Meinung zu schreiben - auch das ist eine Form von gelebter Demokratie.

    Gestern (26.09.2011) tagte nach der Sommerpause das erste Mal wieder die Fluglärmkommission nach Veröffentlichung der neuen Flugrouten im Juli diesen Jahres.


    Sprecher der Bürgerinitiativen sowie die Presse waren im Anschluß zu einer Infoveranstalltung eingeladen - allerdings getrennt voneinander. Man befürchtete wohl, dass die wohlformulierten und abgewogenen Mitteilungen an die Presse von Rückfragen der Flugroutengegner in ein anderes Licht gerückt werden könnten…


    Gesamteindruck der Infoveranstaltung : was interessieren uns die Befürchtungen und Proteste der Bürger? Wir haben sie bislang für dumm verkauft und wir tun dies auch weiter.


    An der Flugroute über den Müggelsee wird von der Deutschen Flugsicherung trotz aller Proteste festgehalten - angeblich um Müggelheim und Erkner nicht noch mehr zu belasten. Die Bürgerinitiative aus Friedrichshagen bezeichnet dies als glatte Lüge : ihre Vorschläge würden Müggelheim und Erkner überhaupt nicht belasten. Viel eher fällt einem da doch die Hypothese von Matthias Schubert ein, Vorsitzender der BI Kleinmachnow gegen Flugrouten e.V. und Initiator des Volksbegehrens für ein striktes Nachtflugverbot : wieso knicken die Flugrouten beim Start von der Nord- und von der Südbahn zwei Mal 15 Grad voneinander ab und nicht nur, wie vorgeschrieben und wie es für die Region entlastend wäre, ein Mal 15 Grad und überfliegt so den Müggelsee ? Ganz einfach, so Schubert, weil die dritte Start- und Landebahn bereits fest eingeplant ist und zwischen die beiden bereits vorhandenen Bahnen gelegt wird. Dann muss man zwei Mal 15 Grad abknicken. Und dann muss man über den Müggelsee fliegen - da kann man gar nicht anders. Fliegt man nicht über den Müggelsee, kann man keine dritte Start- und Landebahn bauen und damit kein internationales Drehkreuz eröffnen. Von der Müggelseeroute wird man, so Schubert, genau aus diesem Grunde nicht ablassen. Und nicht etwa aus den Gründen, die man dem Bürger glauben machen will. (siehe unser Artikel "Falsche Fakten und bewusste Täuschung beim Planfeststellungsbeschluss - wie kann man gerichtlich dagegen vorgehen ?" vom 20.09.2011 auf unserer Homepage unter Aktuelles/Mitteilungen)


    Von einer dritten Start- und Landebahn wussten die Befragten gestern angeblich nichts...


    Des Weiteren würde man mit der Verlegung der Müggelseeroute gegen den Planfeststellungsbeschluss verstoßen, der dann geändert werden müsse. Wie bitte ? Seit wann kümmert man sich denn um den Planfeststellungsbeschluss ? Das gesamte Projekt Großflughafen BER und die abknickenden Flugrouten verstossen doch gegen den Planfeststellungsbeschluss ! (siehe auch in dem genannten Artikel).


    Auch wir Großbeerener bekamen unser Fett weg :
    Angeblich seien bislang noch keine neuen Flugrouten geflogen worden - es sei ja immer alles noch beim Alten. Wieso haben wir dann früher einmal im Vierteljahr einen Flieger gehört und jetzt dröhnen die Maschinen schon mehrmals täglich über unsere Dächer? Bilden wir uns das nur ein? Oder will man uns immer noch für dumm verkaufen ?


    Unterstützen Sie uns, damit man die Interessen der Bürger endlich ernst nimmt!


    Ute Szenkler

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe MistreiterInnen,


    in diesen Minuten hat der Sprecherrat der Volksinitiative Brandenburg für ein uneingeschränktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld dem Präsidenten des Landtags, Herrn Gunter Fritsch, die nahezu 40.000 Unterschriften übergeben, mit denen Brandenburgerinnen und Brandenburger die Forderung nach dem Nachflugverbot unterstützt haben. Ab heute nun läuft die Viermonatsfrist, die das Volksabstimmungsgesetz für die Behandlung der Initiative durch den Landtag vorsieht.


    Das Volksbegehren in Berlin hat inzwischen ebenfalls die erforderlichen 20.000 Unterschriften erhalten. Unsere Berliner Freunde sammeln aber noch weiter, um ausreichend Reserven zu haben für den Fall, das eine größere Zahl an ungültigen Eintragungen vom Abstimmungsleiter festgestellt werden sollte.


    Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Pressemitteilung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Michael Lippoldt
    Gegenhalten - zusammenhalten - durchhalten!

    Am 13.09.2011 hatten wir bei unserem dienstäglichen Treffen einen wertvollen Gast : Matthias Schubert, Verwaltungsjurist, Vorsitzender der BI Kleinmachnow gegen Flugrouten e.V., Mitorganisator der Schönefeld-Demos und engagierter Redner bei den Großdemos und Menschenketten.


    Herr Schubert ließ uns, die wir doch schon durchaus das ein oder andere im Rahmen unserer Arbeit in der Bürgerinitiative erfahren haben, in seiner informativen Darstellung trotzdem weiter staunen und die Köpfe schütteln : er informierte uns über die Hintergründe und Täuschungen zum Planfeststellungsbeschluss des BER, über laufende und weiterhin mögliche gerichtliche Klagen.


    Der Planfeststellungsbeschluss, der die Grundlage für die Genehmigung zum Ausbau von BER darstellt, beruhe auf falschen Tatsachen und arglistigen Täuschungen seitens der am Verfahren beteiligten Flughafenbefürworter.


    Die ursprünglich im März 1998 von der Deutschen Flugsicherung (DFS) zur Planfeststellung mitgeteilten Flugrouten waren gerade Flugrouten, d.h weder Zeuthen, der Müggelsee, noch Potsdam oder gar Großbeeren waren betroffen, um nur einige zu nennen. Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass ein unabhängiger Parallelbetrieb von beiden bereits vorhandenen Start- und Landebahnen, und dieser ist von den Betreibern gewünscht, aufgrund des zu geringen Abstandes der beiden Bahnen voneinander, gar nicht möglich sei. Die Flugrouten müssen voneinander um 15 Grad abweichen. Also wurde die Grobplanung der Flugrouten abgeändert. Allerdings unter dem Siegel der Verschwiegenheit ! Da man bereits den Protest der Bevölkerung kannte und eine Zunahme der gegnerischen Stimmen verhindern wollte, wurde offiziell die alte Streckengeometrie, d.h. die der geraden Flugrouten, beibehalten. Hätte man die abknickenden Routen damals schon publik gemacht, wäre nicht nur der Protest gestiegen, sondern hätten alle Lärmschutz- und Betroffenheitsgutachten, die fälschlicherweise die geraden Linien zur Grundlage haben, geändert werden müssen. Und ob dann der Flughafen genehmigt worden wäre, sei dahingestellt. Noch im Jahr 2006 hielt man offiziell an den geraden Flugrouten fest, die Grundlage der Planfeststellung wurden. Und das, obwohl man genau wusste, dass das Abknicken notwendig ist!


    Fest steht, dass aufgrund der falschen, geraden Linien ca. 80.000 Betroffene ermittelt wurden, nach zurückhaltenden Gutachten von unabhängigen Ingenieuren es aber mit den richtigen, abknickenden Flugrouten mehr als 350.000 Betroffene sind, d.h. das 4 ½ fache. Und diese Zahlen sind sehr konservativ geschätzt. Mittlerweile spricht man ja sogar von 650.000 Betroffenen. Die Realität zeigt also ganz andere Betroffenheitszahlen- und orte, als die, aufgrund derer der Ausbau von BER genehmigt wurde.


    Bürger aus Kleinmachnow haben eine Anfechtungsklage eingereicht, mit der gerichtlich festgestellt werden soll, dass dem Planfeststellungsbeschluss vorsätzlich falsche Tatsachen zu Grunde lagen. Es gibt Schriftstücke, die das beweisen können. Ein entscheidendes Schriftstück, dessen Vorhandensein bewiesen werden kann, so Matthias Schubert, wurde jedoch wohl rechtzeitig von der Flughafengesellschaft „entsorgt“ – es ist und bleibt verschwunden. Sollte das Bundesverwaltungsgericht feststellen, dass im Planfeststellungsverfahren schwerwiegende Fehler gemacht wurden (und das sollte auch ohne das entscheidende Schriftstück zu erkennen sein, so Schubert), könnte es zu einer neuen Abwägung von privaten und öffentlichen Interessen in Bezug auf BER kommen. Bei der ursprünglichen Abwägung waren die öffentlichen Interessen als bedeutender gewichtet worden – es gab ja „nur“ 80.000 Betroffene …… Sollte der deutsche Gerichtshof den Klägern nicht folgen, so wird die Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht.


    Herr Schubert wies auch darauf hin, dass nicht nur die jetzigen abknickenden Flugrouten entgegen dem Planfeststellungsbeschluss sind, sondern auch das internationale Drehkreuz, das von Herrn Wowereit und vielen anderen immer wieder propagiert wird. Im Planfeststellungsbeschluss ist von einem regionalen Flughafen für Berlin und Brandenburg die Rede – und genau das wurde auch genehmigt. Es wurde kein internationales Drehkreuz genehmigt!


    Und des Weiteren stelle sich beim Betrachten der An- und Abflugrouten eine entscheidende Frage : die Routen, die beim parallelen Start von der Nord- und von der Südbahn geflogen werden, knicken nicht, wie vorgeschrieben 15 Grad voneinander ab, sondern 2 Mal 15 Grad, also 30 Grad. Warum ? Dafür kann es, so Herr Schubert, nur eine Antwort geben : die dritte Start- und Landebahn ist bereits fest in die Planung der Routen integriert! Legt man diese nämlich genau in die Mitte zwischen Nord- und Südbahn erklärt es sich, warum 2 Mal um 15 Grad abgeknickt wird. Noch im Mai diesen Jahres wurde erklärt, dass man den BER auf 2 Start- und Landebahnen verkleinert habe (entgegen der 1994 geplanten 4 Bahnen!) und das Drehkreuzprojekt fallen gelassen wurde. Eine weitere Täuschung der Öffentlichkeit ! Die Anzahl der genehmigten Flüge (390.000 im Jahr) kann nur mit drei Start- und Landebahnen abgewickelt werden. Sehen wir es mal so : Von der dritten Start- und Landebahn haben wir ja dann endlich die geraden Flugrouten, die von Anfang an veröffentlicht wurden – allerdings massiv erweitert um die jeweils nach Norden und Süden abknickenden Flüge…. Und die Anzahl der Betroffenen wird weiter steigen ……


    Am 20. und 21. September wird vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über das erweiterte Nachtflugverbot verhandelt. Die Klage hatte der BVBB (Bürgerverein Berlin-Brandenburg e.V.) eingereicht. Das Urteil wird in ca. 4-8 Wochen erwartet.


    Die Bürgerinitiative Schallschutz Rangsdorf e.V. (BISS) hat im September 2011 in Zusammenarbeit mit den beiden größten anerkannten Brandenburger Naturschutzverbänden eine Beschwerde bei der Europäischen Union eingereicht. Hierbei geht es um die verheerenden Folgen für das Rangsdorfer Vogelschutzgebiet aufgrund der abknickenden Flugrouten. Ziel ist es, „eine nach EU-Recht zwingend vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine erneute Risiko-Analyse zum Vogelschlag anzustoßen“. Nicht, dass man bei der Genehmigung zum Ausbau des BER das Vogelschutzgebiet außer Acht gelassen hat, aber auch hier waren ja falsche, gerade Fluglinien vorgegaukelt worden, die als „verträglich“ bewertet wurden. Die tatsächlichen, abknickenden Flugrouten erfordern nun diese weiteren Prüfungen.


    Wenn Anfang nächsten Jahres die Flugrouten bindend festgeschrieben werden, kann auch Großbeeren dagegen klagen. Wir werden dies eingehend prüfen lassen. Auf jeden Fall werden wir es nicht weiter hinnehmen, dass man uns für dumm verkauft.


    Ute Szenkler

    Gerechnet hatten die Initiatoren von der BI aus Friedrichshagen mit 1500 Demonstranten. Es sollte jedoch wieder Mal anders kommen, als ursprünglich erwartet.
    Es fanden sich sage und schreibe 8000 BER Gegner vor dem Bundeskanzleramt ein, um Punkt 18.00 Uhr für 10 Minuten die „Menschenkette des Vertrauens und der Verlässlichkeit“ zu bilden.
    Um das Anliegen zu bekräftigen, wurden mehrere tausend Knoten, so genannte „Erinnerungsknoten“ in das Kanzleramt unspinnende blaue Band gemacht. Die Bürgerinnen und Bürger waren nicht ohne Grund ausgezogen, um das Kanzleramt zu umzingeln. Es ging im Wesentlichen darum unsere Kanzlerin an Ihre Aussagen vom 10. Februar und 1. September dieses Jahr zu erinnern. Darin hieß es: „Die Menschen erwarten zu Recht Verlässlichkeit. Für genau diese Berechenbarkeit und Verlässlichkeit setzt sich die CDU ein. Es gilt Flugrouten so zu legen, dass möglichst wenige Menschen vom Fluglärm betroffen sind.“
    Wir sehnen uns genau nach dieser Verlässlichkeit Frau Dr. Merkel. Nach Verlässlichkeit in politischen Aussagen, wie auch in Aussagen von Seiten der Deutschen Flugsicherung (DFS), die uns ständig mit neuen Flugrouten konfrontiert.
    Wir sind der „Scheibchentaktik“, täglich mit neuen Horrormeldungen, wie unter anderem dem kürzlich veröffentlichen Anflugverfahren mit verminderter Flughöhe, wodurch immer mehr Bürgerinnen und Bürger um ihre Lebensqualität gebracht werden, Überdruss. Fangen Sie endlich damit an, die Bürgerinnen und Bürger stärker in das Großprojekt BER mit einzubinden und tragen Sie Sorge dafür, dass eine transparente Informationspolitik gefahren wird.
    Auf der Abschlusskundgebung wurden die Kernforderungen nach einem strikten Nachtflugverbot von 22.00- 06.00 Uhr sowie die Ablehnung eines internationalen Drehkreuzes am BER unterstrichen.
    Leider kam es nicht zu einer Begegnung mit unserer Bundeskanzlerin, obwohl diese gegen Ende der Veranstaltung den Weg in das Kanzleramt zurück gefunden hatte. Insgeheim hatten wir auch nicht damit gerechnet. Bekanntermaßen stirbt die Hoffnung jedoch zuletzt.
    Wir hoffen auf ein nächstes Mal. Am 23. Oktober 2011 haben Sie auf der Großdemonstration in Schönefeld die nächste Chance, um mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten. Wir lassen uns überraschen.
    Die Möglichkeiten, um in den kommenden Wochen und Monaten seinen Unmut über den BER öffentlichkeitswirksam Kund zu tun, reißen nicht ab.
    Bereits am 20. September 2011 findet für die zahlreichen BER Gegner am BverwG in Leipzig ein weiteres Schlüsselereignis statt.


    An diesem besagten Tage soll über die zahlreichen Nachtflugklagen der Umlandgemeinden und Bürgerinnen und Bürger verhandelt werden. Auch hier wird eine Menschkette gebildet. Dazu hatte der BVBB vor kurzem aufgerufen. Und die BI „Unser Großbeeren 1813 gemeinsam gegen Napoleon- 2011 gemeinsam gegen Überflüge“ wird wieder mit von der Partie sein.


    Lars Lempio (ll)

    Am 16.09.2011 wird sich die Bürgerinitiative „Unser Großbeeren“ an der von der Bürgerinitiative aus Friedrichshagen ins Leben gerufenen Menschenkette um das Kanzleramt beteiligen. Als die Anfrage kam, haben wir nicht groß gezögert und sofort verbindlich zugesagt, so Markus Sprißler.
    Es ist deutlich spürbar, dass die zahlreichen Vereine und BI´s immer enger zusammenrücken. Dieser Aufwärtstrend war bereits bei der letzten Kundgebung in Schönefeld am 10. September 2011 deutlich spürbar.


    Irgendwie nicht ganz verwunderlich, haben wir doch alle mindestens zwei große Ziele gemeinsam. Zum einen treten wir für ein striktes Nachtflugverbot in der Zeit von 22.00- 06.00 Uhr, zum anderen gegen ein internationales Drehkreuz am BER ein. Letztgenanntes sah der Planungsfeststellungsbeschluss für den Standort Schönefeld auch nie vor. Wer dies bestreitet spielt nicht mit offenen Karten, so Lars Lempio.
    Jetzt gilt es den Weg zum Kanzleramt vorzunehmen, um die proklamierte „Verlässlichkeit“ seitens der Kanzlerin einzufordern.


    Wir werden ein Zeichen setzten Frau Dr. Merkel. Wir sind gespannt welche Antwort Sie den Bürgerinnen und Bürgern geben werden.


    Lars Lempio (ll)

    Am 20.09.2011 beginnt vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig die 2-tägige Verhandlung zum Thema Nachtflugverbot. Die Bürgerinitiativen, allen voran der BVBB (Bürgerverein Berlin-Brandenburg e.V.) laden zu einer Demonstration vor dem Gerichtsgebäude zur Unterstützung der Kläger ein (Informationen auf unserer Homepage).


    Die Richter dort entscheiden über unsere Nachtruhe. Ob diese von 0-5 Uhr dauern wird oder von 22-6 Uhr. Ob wir nachts überhaupt ein Auge zumachen werden oder nicht – abhängig von der Zahl der nachts genehmigten Flüge. Und letztendlich entscheiden die Richter darüber, ob BER noch weiter ausgebaut wird – denn, wenn die Nachtflüge nicht verboten werden (Rettungs- und andere dringende Flüge ausgenommen), dann ist der Grundstein gelegt, alle Billig- und Langstreckenfluganbieter nach BER zu holen. Und dann geht´s am Himmel richtig rund ….
    Für die Hunderttausenden von betroffenen Anwohnern ist das Urteil der Richter also eine grundlegende Entscheidung. Für die Flughafenbetreiber auch. Sogar so grundlegend, dass sie jetzt zu drastischen Mitteln greifen, um –entgegen aller Proteste- den Nachtflug durchzusetzen.


    In einem Aufruf an alle Mitarbeiter der Flughafengesellschaft werden diese dazu aufgefordert, selbst und mit Freunden und Bekannten, in einer Demo g e g e n ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr zu demonstrieren. Dieser Aufruf zur Gegendemo klingt in seiner militanten Ausdrucksweise wie eine Kampfansage an all die, die nur ihr Bürgerrecht auf Nachtruhe gewahrt wissen wollen. „Schon jetzt formieren sich die Flughafengegner erneut. Sie werden keine Gelegenheit auslassen, um dem BER zu schaden.“


    Wie bitte?


    Wer f o r m i e r t sich? Bei der Durchsicht von Presseartikeln formieren sich immer die Bösen, die Rebellen, die feindlichen Truppen …..


    Und von wegen Flughafen g e g n e r - wir sind nicht gegen BER an sich, sondern für vernünftige Lösungen, die die Menschlichkeit vor die Wirtschaftlichkeit stellen und nicht umgedreht. Und schaden wollen wir niemandem. Aber wir wollen auch nicht, dass uns geschadet wird.


    Die Herren Schwarz und Körtgen (Geschäftsführer und Unterzeichner des Mitarbeiter-Aufrufs) scheinen ganz offensichtlich mehr darüber besorgt zu sein, dass BER und den wirtschaftlichen Zahlen nicht geschadet wird, als dass sie sich um die gesundheitlichen Schäden an Hunderttausenden Betroffenen kümmern. Wichtiger ist den Herren, so im Aufruf zu lesen, dass aufgrund eines Nachtflugverbotes im Jahr 2023 angeblich nicht 30 Millionen Passagiere BER nutzen werden, sondern nur 25 Millionen! Und genauso besorgt sind sie um den damit einhergehenden Verlust von „Wertschöpfungseffekten“! - Geht es den Herren noch gut ? Was ist mit dem Verlust von der Gesundheit, vor allem der unserer Kinder ? Schlafstörungen, hoher Blutdruck, Stresssymptome, Agression, Nervosität, emotionale Instabilität ….Wiegt der Verlust von Wertschöpfungseffekten hier tatsächlich mehr ?


    Wir fordern ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr und nicht nur von 0-5 Uhr. Also insgesamt drei (!!!) Stunden mehr. Dies führe, so die beiden Herren, zu einem Verlust von 18.000 Arbeitsplätzen am BER und Umfeld. Diese Zahl erscheint absurd, lächerlich und agitatorisch! Haben die Herren solche Übertreibungen schon nötig ? Nicht ein Arbeitsplatz, um mit Franziska Borkenhagen vom Bündnis Südost zu sprechen (Demo Schönefeld am 10.09.2011), rechtfertigt außerdem die vorsätzliche gesundheitliche Schädigung von bis zu 650.000 Betroffenen.


    Ferdi Breidbach, Ehrenvorsitzender des BVBB, ruft in seinen Worten bei der Demo in Schönefeld am 10.09.2011 ein Bild vergangener Tage und überholter anti-demokratischer Methoden aus der DDR ins Gedächtnis mit seinem Aufruf an Herrn Wowereit als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafenbetreibergesellschaft : “Wowereit, ruf Deine Betriebskampftruppen zurück!“ Sehen die Herren etwa ihre Felle davonschwimmen, wenn sie zu solchen Mitteln greifen ? Ist das das letzte Aufgebot ?


    Ein Letztes : während unsereins mit eigenen finanziellen Mitteln für seine Bürgerrechte kämpft, sich Urlaub von der Arbeit nehmen muss und Plakate, Banner und Ähnliches mit eigener Zeit und Geld erstellt, gilt die Teilnahme an der Betriebsdemo der Flughafengesellschaft als „Dienstreise“. Der in Bussen herangekarrte Protestler f ü r den Nachtflug wird vom BER auch noch dafür bezahlt ! Da stellt sich doch auch die Frage : wer bezahlt denn den BER ? Der Steuerzahler ? Zahlen wir also auch noch die Mittel derer, die uns ins Verderben schicken wollen ? Es ist weiterhin davon auszugehen, dass auch Protestmateial, T-Shirts und Ähnliches vom BER gestellt wird – lassen sich die Angestellten dafür wirklich instrumentalisieren ?


    Wir jedenfalls nehmen den Dialog gerne auf !


    Kommen Sie mit uns nach Leipzig !


    Schlussbemerkung :


    [Die Morgenpost berichtet heute (13.09.2011), dass die Gegendemo angeblich abgesagt sei. Den Aufruf hätten auch, so die Flughafengesellschaft, nicht die Geschäftsführer verfasst, sondern das sei von den Mitarbeitern ausgegangen ….. Und diese könnten auch nur in ihrer Freizeit an einer Demo teilnehmen. Kein Kommentar mehr von uns. Das ist wohl nicht nötig …


    [Ute Szenkler

    Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
    MICHAEL JUNGCLAUS, hat die Landesregierung zur Aufklärung der Vorwürfe
    aufgefordert, die in öffentlichem Besitz befindliche Flughafen
    Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) habe Mitarbeiter aufgerufen, am
    20.September, dem Tag an dem das Bundesverwaltungsgericht über die
    Nachtflugregeln am BER verhandelt, in Leipzig gegen ein weit reichendes
    Nachtflugverbot zu demonstrieren. Laut einem Schreiben, das angeblich
    von der FBS-Geschäftsführung stammt und auf der Internetseite der
    Bürgerinitiative Bürgerverein Berlin-Brandenburg veröffentlicht
    wurde, soll den Mitarbeitern in Aussicht gestellt worden sein, die
    Teilnahme an dieser Demonstration würde als Dienstreise behandelt.


    „Die brandenburgischen Aufsichtsratsmitglieder in der
    Flughafengesellschaft Matthias Platzeck, Ralf Christoffers und Helmuth
    Markov müssen dafür Sorge tragen, dass diese Vorwürfe restlos aufgeklärt
    werden.“ Der Aufsichtsrat als Kontrollinstanz der
    Flughafengesellschaft müsse nun zwingend tätig werden.„Es ist zu
    erwarten, dass hier unverzüglich ein formelles Prüfverfahren in Gang
    gesetzt wird.“


    Träfen die Vorwürfe zu, was das im Internet veröffentlichte Schreiben
    nahe lege, „wäre das ein Riesenskandal“, sagte MICHAEL JUNGCLAUS. „Es
    darf doch wohl nicht wahr sein, dass die Flughafengesellschaft bezahlte
    Berufsdemonstranten einsetzt. Den Bewohnern der vom Fluglärm betroffenen
    Gemeinden, die seit Monaten für mehr Lärmschutz demonstrieren, müsste
    das wie der blanke Hohn vorkommen. Schließlich werden ihnen auch keine
    Überstunden für ihr Engagement angeschrieben. Sie nehmen ein
    Bürgerrecht war.“


    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Fraktion im Brandenburger Landtag


    Am Havelblick 8, 14473 Potsdam


    Tobias Arbinger
    Pressesprecher
    Tel.: 0331 9661706
    Fax.: 0331 9661702


    presse@gruene-fraktion.brandenburg.de
    www.gruene-fraktion.brandenburg.de

    Liebe Großbeerener,


    anlässlich der Flugroutendiskussionen der letzten Wochen, ist das eigentliche Ärgernis, das uns alle aufgebracht hat, etwas in den Hintergrund getreten :


    Unser Vertrauen in die Politik ist gestört! Wir fühlen uns falsch informiert, in unseren Bedürfnissen als Bürger nicht ernst genommen, ja sogar bewusst betrogen und belogen. Unser Vertrauen wurde schamlos ausgenutzt. Wurde uns nicht jahrelang suggeriert, dass Großbeeren nicht wirklich betroffen sein wird? Auch jetzt veröffentlicht die Deutsche Flugsicherung laufend neue Flugrouten – nach dem Motto : wer heute nicht betroffen ist, den trifft es halt morgen - oder umgedreht. Am Ende sind wir doch alle betroffen! Und wer nichts Genaues sagt, der verhindert damit auch bewusst, dass man gerichtlich gegen ihn vorgehen kann. Und die Verantwortlichen aus der Politik schauen tatenlos zu, wie unsere Bürgerrechte (z.B. auch das der Nachtruhe) permanent ignoriert werden.


    Schluss damit ! Die Politiker – auch die ganz oben – müssen endlich für die Grundrechte der Bürger eintreten und dafür, dass gemachte Versprechungen und vor allem Beschlüsse und Vorgaben, die zum Ausbau von Schönefeld berechtigt haben, eingehalten werden!


    Liebe Großbeerener, nehmen Sie mit uns teil an der Menschenkette um das Kanzleramt. Damit die Politiker ganz oben, allen voran Frau Merkel, an Ihre Verantwortlichkeiten den Bürgern gegenüber erinnert werden.


    Die Menschenkette wird unter dem Motto stehen : „Berliner Flughäfen – wo bleibt der Vertrauensschutz?“ und wird von der Bürgerinitiative Friedrichshagen organisiert.


    Hier deren Info :


    Versprochener politischer Vertrauensschutz wird nicht gewährt

    Die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, hat sich in der Öffentlichkeit mehrmals kritisch zu den Planungen der Flughafengesellschaft sowie der DFS am künftigen Großflughafen geäußert und Verlässlichkeit der Politik angemahnt. Wir unterstützen sie in ihrer Haltung und bestärken sie, ihre gemachten Aussagen in die Tat umzusetzen.


    So hat die Bundeskanzlerin auf dem Landesparteitag der Berliner CDU am 12.Februar 2011 folgende Worte gefunden:


    - „Es gibt eine Mehrheit für Großprojekte. Aber was Unmut erzeugt, ist, wenn einmal gemachte Versprechen nicht eingehalten werden ….“


    - „Wenn das passiert, was jetzt beim BBI im Raum steht, nämlich, dass man den Menschen bestimmte Flugrouten in Aussicht gestellt hat und anschließend macht man einfach etwas ganz anderes und sagt plötzlich : Nein, nein, April, April, das wird ganz anders – sage ich : So etwas ist mit der CDU nicht zu machen.“


    - „….Deshalb unterstütze ich ausdrücklich Peter Ramsauer und sage : Die Verantwortlichen – bei der Flugsicherung oder wo auch immer – haben die Verpflichtung, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird auf der Basis dessen, was versprochen wurde. Da darf es kein Wenn und kein Aber geben.“



    Wir vertrauen auf diese Worte und möchten am 16.09.2011 alle Verantwortlichen durch „Knotentücher“ an einem 1 km langen blauen Band um das Kanzleramt an den Vertrauensschutz erinnern, denn ein Knoten im Taschentuch gilt schon bei Kindern als Erinnerungshilfe.


    Kommen Sie zahlreich und bringen „Knotentücher“, Bilder und Botschaften mit, die wir am blauen Band befestigen, um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen.


    Wir warten nicht, wir kommen!


    Infos zur Anreise auf unserer Homepage Grobeeren gegen Fluglrm: Unsere Forderungen.


    Ute Szenkler (USZ)

    Punkt 13.30 Uhr trafen sich die Mitglieder der BI „Unser Großbeeren“ am vorab festgelegten Treffpunkt in der Gemeinde. Erfreulich war, dass wir zahlreiche neue und aus jüngster Vergangenheit alt bekannte Gesichter in unserem Kreise begrüßen durften. Wir werden immer mehr und erhalten Zuspruch aus der Gemeinde heraus bis hin zum Bürgermeister. Vielen Dank dafür Herr Ahlgrimm.
    Eines möchte wir in diesem Zusammenhang noch einmal unterstreichen: „Wir sitzen mit Ihnen in einem Boot und wollen mit Ihnen gemeinsam in die richtige Richtung rudern.“
    Nach einigen kurzen organisatorischen Maßnahmen fuhren wir geschlossen und einheitlich gekleidet mit 50 Mistreiterinnen und Mistreitern nach Schönefeld.
    Unmittelbar nach Erreichen des Bahnhofs in Schönefeld traf wir auf zahlreiche „Leidensgenossen“ der anderen BI´s. Gemeinsam ging es zum Startpunkt des Protestmarsches in die Waltersdorfer Chaussee.
    Um 15.00 Uhr setzte sich die 8.000 BER Gegner mit unzähligen Plakaten, Banner und Transparenten in Bewegung um zur Kundgebungsbühne zu gelangen. An dieser angekommen, wurden wir von Frau Borkenhagen, Mitorganisatorin vom Bündnis Südost herzlich begrüßt und eingestimmt. Für große Begeisterung unter den zahlreichen Mitstreitern sorgten die 33.400 gesammelten Unterschriften für das Nachtflugverbot am BER.
    Ein Ergebnis, welches ohne die vielen fleißigen Helfer und ehrenamtlich Aktiven nicht möglich gewesen wäre.
    Und auch wir haben mit mehreren hundert Unterschriften zum Gesamterfolg beigetragen. Damit hat sich der Brandenburger Landtag, allen voran Ministerpräsident Platzeck, innerhalb der nächsten 4 Monate mit der Angelegenheit gewissenhaft auseinanderzusetzen.
    Den Höhepunkt der Kundgebung stellte der Redebeitrag von Ferdi Breidbach, Ehrenvorsitzender des BVBB, dar, der seinen Fokus auf die Standortfrage BER legte. „Schönefeld war und ist eine einzige Fehlentscheidung“, so Breidbach. Die Rufe nach einem sofortigen Baustopp wurden deutlich lauter.
    Großer Dank gilt dem Bündnis Südost und den zahlreichen Helfern, die für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Demonstration verantwortlich waren und einen reibungslosen Ablauf gewährleisteten.
    Obwohl die Veranstaltung erst wenige Stunden her ist, darf es jetzt um die Bewegung nicht ruhiger werden.
    Weitere öffentlichkeitswirksame Kundgebungen mit noch mehr Anhängern als bisher müssen folgen. Dabei müssen die Kräfte unmittelbar vor den „Palästen“ von Herrn Wowereit, Herrn Platzeck und Herrn Ramsauer, Woche für Woche konzentriert werden.
    Lassen Sie unsere Kräfte noch stärker als bisher bündeln, Bürgerinitiativen von Südwest bis Südost lasst uns noch enger zusammenrücken, um unser Minimalziel nach einem strikten Nachtflugverbot am BER, unabhängig von den mit Spannung erwartenden Ausgang der Verhandlung am BVerwG am 20./ 21.9.2011 in Leipzig, zu erreichen.
    Nur so wird uns von deren Seite endlich das notwendige Gehör geschenkt und vielleicht endlich eine verbindliche Entscheidung zum Wohle des Bürgers gefällt.
    Die BI „Unser Großbeeren“ ist mit Euch, dessen könnt Ihr Euch gewiss sein.


    Lars Lempio (ll)

    Demo? Schon wieder eine Demo? Wird das nicht langsam etwas viel? NEIN ! Wird es nicht. Es kann nicht genug Gelegenheiten geben, bei denen die Großbeerener zeigen, was sie von dem Trauerspiel um BER halten. In diesem Sinne wurden gestern, 06.09.2011, das Vertrauen der Bürger und die Planungssicherheit vor dem Landtag in Potsdam symbolisch zu Grabe getragen.


    Die Bürgerinitiativen aus Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow hatten anlässlich des Jahrestages der Flugroutenveröffentlichung zu diesem Protestzug geladen. Ca. 200 Protestler nahmen die Einladung an und zeigten ihre Banner und Plakate : neben den drei Gastgebern waren auch die Havelseeregion, Kienwerder und Güterfelde mit Vertretern anwesend – und auch wir Großbeerener mit 17 Aktiven ! Der rbb berichtete in seiner Abendschau in einer live-Schaltung über die Aktion.


    Nachdem der Teltower Joachim Pietsch seine „Bösen Verse“ (ein lyrisches Trauerspiel in drei Akten zum Thema BER) unter lauter Zustimmung der Beteiligten vorgelesen hatte, sprach Thomas Czogalla, der 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative „Teltow gegen Fluglärm e.V.“, die etwas ernsteren, mahnenden Worte.


    Im Zuge der konkreten Flugroutendiskussion der letzten Wochen sei das eigentliche Problem, nämlich das des verletzten Vertrauensschutzes, in den Hintergrund geraten. Czogallas Worte „Falschinformation der Bürger“ wurden durch laute Rufe wie „Betrug“, „arglistige Täuschung“ und sogar „Saubande“ von wütenden Protestlern unterstützt. Laute Zustimmung gab es auch zu der Aussage von Czogalla, dass bislang Entscheidungen bzgl. des BER nur zu Lasten der Bürger gingen, nicht aber zu Lasten der Flughafenbetreiber. Diese hätten, so Czogalla, kaum Einschränkungen hinnehmen müssen. Sie hätten das bekommen, was sie wollten : bislang kein Nachtflugverbot, einen unabhängigen Parallelbetrieb, Flugrouten zu einem großen Teil gemäß ihrer Wünsche. Aus der Presse habe Czogalla an diesem Tag erfahren müssen, dass man wahrscheinlich den Wünschen der Airlines nachgebe und der Müggelsee nun doch –entgegen aller Proteste- überflogen werden dürfe. Keine Einschränkungen für die Betreiber von BER – nur Lasten zu Ungunsten der Bürger. Die Grundsatzfrage stelle sich hier, ob der Staat mit allen Mitteln, auch dem des Betruges, Großprojekte wie BER durchsetzen dürfe. „NEIN !“, so die gemeinsame Antwort aller. „Das werden wir nicht hinnehmen.“, so Czogalla.


    Den Herren Wowereit und Platzeck, als Vertreter Ihrer Länder und damit als Gesellschafter der Flughafenbetreibergesellschaft, warf Czogalla mangelhaft und unsauber geführte Untersuchungen vor, die eine Anzahl von neuen Arbeitsplätzen und damit Wirtschaftlichkeit des BER belegen sollen, die real so nicht gegeben seien. Die Untersuchungen seien laut wissenschaftlicher Institute methodisch unrichtig geführt und würden nachweislich falsche Zahlen ausweisen. Außerdem würde ein großer Teil der Arbeitsplätze nicht neu geschaffen, sondern lediglich von Berlin nach Brandenburg verlegt. Das Argument der Arbeitsplätze, das gerne für den BER angeführt wird, sei somit nicht stichhaltig und auch nicht richtig. Darüber hinaus würden beim Eingehen auf die Forderungen der Bürgerinitiativen keine Arbeitsplätze verloren gehen. Es sei also auch völlig falsch, uns ein ohnehin unrichtiges Argument als Gegenargument vorzuhalten.


    Herr Platzeck, der sich mit seiner Aussage, er werde ein Nachtflugverbot nicht unterschreiben, über die Gesundheit seiner LandesgenossInnen hinwegsetzt, wurde von den Protestlern schwer beschimpft sowie auch Herr Wowereit, den die im Juli neu veröffentlichten Flugrouten zu der Aussage verleiteten, es seien ja jetzt nur andere Menschen betroffen, nicht mehr. Auch sei er für eine dritte Start- und Landebahn. Beide Landesherren wurden heftig ausgebuht. Anstatt aus dem von einigen Politikern bereits offen bezeichneten „falschen Standort“ Schönefeld, der nun einmal gewählt sei, das Beste für die Bürger zu machen, stünde weiterhin die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle. Czogalla forderte die beiden Herren auf, ihre Standpunkte zu überdenken.


    Ganz in diesem Sinne geht es am Samstag, 10.09.2011, zur nächsten Demo in Schönefeld.
    Treffpunkt in Großbeeren : 13.30 Uhr auf dem KIK-Parkplatz.


    Ute Szenkler