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| BER-Flughafen hat 20.000 Mängel | vom: 17.02.2013 Quelle: Sueddeutsche.de
Von der Rauchgasanlage bis zur kaputten Fliese: Der geplante Flughafen Berlin-Brandenburg soll einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 20.000 Mängel haben. Jeder der Fehler soll nun separat aufgelistet werden. Der Berliner Flughafen BER soll einem Zeitungsbericht zufolge über 20.000 einzelne Mängel haben. Diese reichten von der Rauchgasanlage bis zur defekten Fliese, berichtet Bild am Sonntag unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Jeder Fehler solle jetzt in einem Fortschrittsbericht separat aufgelistet und dann beseitigt werden. Mit der Erstellung dieses Mängel-Reports hätten Projektausschuss und Aufsichtsrat des BER das Flughafenmanagement beauftragt. Jedes Problem und jeder Baupfusch werde kategorisiert: von A (Priorität hoch) bis D (Priorität niedrig). Rainer Bomba, BER-Aufsichtsrat und Staatssekretär im Bundesbauministerium, sagte der Zeitung: "Ziel ist absolute Transparenz beim Baufortschritt. Wir wollen nicht, dass das Desaster nur dokumentiert, sondern dass abgearbeitet wird." Die Eröffnung des Airports wurde bereits viermal verschoben, Experten rechnen mit einer Eröffnung frühestens im Jahr 2014. ... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Flughafen soll kein Jobmotor sein | vom: 16.02.2013 Quelle: Frankfurter Rundschau
Laut Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Thießen bringt der Ausbau des Flughafens keine neuen Arbeitsplätze. Gutachten hierzu seien manipuliert worden. Bringt der Flughafen, wie so oft zu hören ist, neue Arbeitsplätze, oder ist er nur eine "Joblüge"? Darum ging es im Sitzungssaal des Walldorfer Rathauses. "Ein Einfluss einer Flughafeninfrastruktur auf den Arbeitsmarkt ist nicht nachweisbar." Mit dieser Aussage des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung aus dem Jahre 1999 eröffnete der Gastredner des Abends, Friedrich Thießen, vor rund 120 Besuchern seinen Vortrag. Thießen ist Wirtschaftswissenschaftler und hat einen Lehrstuhl an der Technischen Universität Chemnitz. An diesem Abend war der Flughafen sein gewähltes Thema. Anhand verschiedener Studien versuchte Thießen zu belegen, dass Flughäfen eben keine Jobmotoren seien. So zeigte er anhand des Münchner Flughafens auf, dass die größeren Kommunen um den Standort Freising im Verhältnis zum Wachstum des Luftverkehrs kein ebenso hohes Wachstum an Erwerbstätigen hätten. Auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg komme nach seiner Interpretation zu einem ähnlichen Ergebnis. Für Deutschland interpretiert er das Jahrbuch aus dem Jahre 2011, das sich mit internationalen wissenschaftlichen Studien beschäftigt hatte: "Dies kann als ein Indiz für eine schwach komplementäre Beziehung zwischen Luftverkehr und Beschäftigung gesehen werden." Zuvor hätte es schon geheißen, dass die Flughafeninfrastruktur sich negativ auf die Industrie, aber positiv für Dienstleistungen auswirke. Auch aus dem häufig zitierten Städteranking, das beispielsweise die fünf reichsten Regionen den fünf ärmsten gegenüberstellt, lasse sich kein Beleg, für die positive Wirkung des Flughafens auf die Jobangebote ableiten. Konkreter Angriff Die fünf ärmsten Regionen lagen im Durchschnitt näher an einem Flughafen als die fünf reichsten. Ganz konkret... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Flammen vor der Staatskanzlei | vom: 16.02.2013 Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten
Zehn Minuten vor Beginn sind alle da. Pünktlichkeit scheint ein weiterer Gegensatz zwischen Fluglärmgegnern und dem Flughafen BER zu sein. Am Freitag von 17 bis 18 Uhr halten sie ihre erste Mahnwache vor der Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee ab. Gut 20 Befürworter eines Nachtflugverbots sind gekommen. Aus Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow, Mahlow und Berlin-Lichtenrade. Fast jeder hat ein Schild oder ein Transparent dabei. Ein paar tragen neonfarbene Warnwesten. "Wir wollen gesehen werden", sagen sie. Motto des Abends: "Milliarden Euros am BER verbrannt, aber Klaus und Matze sind entspannt". Während sich die Autokolonne im abendlichen Berufsverkehr Richtung Leipziger Dreieck pförtnerampelt, legen die Protestierenden los. Zu einer echten Mahnwache gehört schließlich ein Feuer. Passend zum Motto wird keine Holzkohle verbrannt. Hier geht Geld in Flammen auf. Einen ganzen Koffer voll mit 5000-Euro-Scheinen haben die Nachtfluggegner mitgebracht. "Kein Zahlungsmittel" ist am Rand aufgedruckt. Der Redner mit dem Minimegafon kämpft gegen das Brummen der Autos und die vorbeirumpelnde Tatrabahn an. Im Stau öffnet sich ein Autofenster. Ein Junge lässt sich einen bunten Schein reichen. Bei einem möglichen Volksentscheid wäre er noch nicht stimmberechtigt. Aber vielleicht kommt es ja nicht so weit, hofft einer der Protestierenden. Bis zum 20. März wollen sie jede Woche wiederkommen. Dann stimmt der Landtag über die von 106 000 Brandenburgern unterschriebene Forderung des Volksbegehrens für ein erweitertes Nachtflugverbot ab. Bleibt die Landtagsmehrheit bei "Nein", kommt der Volksentscheid. Während es dunkel wird, brennt vor der Staatskanzlei weiter das Spielgeld. Die nächste Protestierende nimmt gleich einen ganzen Stapel Scheine. "Mach nicht den Wowereit!", sagt ihre Nachbarin. Beim nächsten Mal wollen sie schon um 12 Uhr anfangen – damit es am Freitag in der Staatskanzlei noch jemand sieht.... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Fluglärmgegner kündigen Mahnwache in Potsdam an | vom: 12.02.2013 Quelle: Märkische Allgemeine
Mit einer einstündigen Mahnwache vor der Staatskanzlei in Potsdam wollen Brandenburger und Berliner Bürger die Landespolitiker auffordern, für den künftigen Flughafen BER in Schönefeld ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zu beschließen. Die Mahnwache soll am Freitag um 17 Uhr vor der Heinrich-Mann-Allee 107 beginnen. Das teilte die Stahnsdorfer „ProblemBERKampagne“ mit. Aufgrund des erfolgreichen Volksbegehrens werde sich der Landtag mit der Forderung nach einem Nachtflugverbot zu befassen haben.
Die Teilnehmer der Mahnwache fordern die Landesregierung und die Landtagsabgeordneten auf, die 106 000 Stimmen von Brandenburgern, die sich beim Volksbegehren für das Nachtflugverbot am künftigen Flughafen ausgesprochen haben, ernst zu nehmen. Zugleich wollen sie für die Landespolitiker ein „mahnendes Zeichen geben, dass der Fall ,ProblemBER’ droht, finanziell aus dem Ruder zu laufen“. 1,2 Milliarden Euro Steuergelder, die zusätzlich bewilligt worden sind, „sollen in den nächsten drei Jahren im BER-Desaster vernichtet werden“, so die Kampagne. Dies bedeute, dass von heute bis Mitte Oktober 2015 – dem Zeitpunkt, an dem der Flughafen möglicherweise seinen Betrieb aufnimmt – 140 Wochen lang wöchentlich 8,5 Millionen Euro an Steuergeldern „verbrannt“ werden.
Die Kampagne, die sich in der Vergangenheit vor allem satirisch mit der Flughafenproblematik beschäftigt hat, will mit einer symbolischen Aktion die Teilnehmer der Mahnwache diesen Geldbetrag vor den Augen der Passanten und vor der Tür des Ministerpräsidenten und Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzenden Matthias Platzeck (SPD) verbrennen. Die Kampagne argumentiert, dieses Geld werde der gesamten Bevölkerung ... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Pack die Fluggastbrücke ein … | vom: 08.01.2013 Quelle: Der Tagesspiegel
Die Kosten explodieren, immer mehr Mängel werden bekannt. Wie realistisch ist angesichts des BER-Desasters ein Neustart der Flughafenplanung?
Am Anfang sollte der Flughafen zwei Milliarden Euro kosten, am Wochenende stand die Kasse bei knapp viereinhalb Milliarden, und nun werden es wohl sechs oder sieben. Wenn aber die Kosten für das Projekt ins Unvorstellbare wachsen, drängt sich auch eine andere Frage auf, die auf den ersten Blick abwegig scheinen mag: Ist es sinnvoll und sogar billiger, sich jetzt noch vom Standort Schönefeld zu verabschieden und die Planung neu zu beginnen? Und falls ja: Wie viel Geld ist schon verloren, wie viel noch zu retten?
Eine überschlägige Rechnung ergibt gewaltige Beträge auf beiden Seiten der Gleichung: Eine Milliarde Euro hat der Bahnanschluss verschlungen, 640 Millionen davon der Terminalbahnhof.
Rund eine halbe Milliarde war für neue Straßen fällig, von denen das Umland allerdings auch ohne Flughafen profitiert. Schwerer wiegen die rund zwei Milliarden Euro für die Infrastruktur des Flughafens – von der neuen Startbahn über Terminal und Tower bis zur Feuerwache. Auch die 80 Millionen Euro für die Umsiedlung von Diepensee wären umsonst gewesen.
Den drei bis vier schon ausgegebenen Milliarden stehen Kosten gegenüber, die zu großen Teilen noch vermeidbar wären: Das Schallschutzprogramm, das je nach Qualität 500 Millionen bis eine Milliarde Euro kosten würde, ist erst zu einem kleinen Teil umgesetzt. Der auf 400 Millionen Euro taxierte Wiederaufbau der Dresdner Bahn – obendrein ein politischer Großkonflikt – hat noch nicht einmal begonnen.
Dasselbe gilt für den Regierungsflughafen im Nordteil des BER, dessen Kostenprognose sich schon vor Baubeginn auf zuletzt 310 Millionen Euro verdoppelt hat. Auch die 80 Millionen Euro für einen Tunnel zu den Terminal-Satelliten hat sich die Flughafengesellschaft bisher gespart. Macht also mindestens 1,5 Milliarden Euro absehbare Kosten, die momentan wohl noch zu retten wären. Die Mängelbeseitigung im Terminal ist in der Rechnung noch nicht drin... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Wowereit und Platzeck müssen gehen | vom: 07.01.2013 Quelle: Frankfurter Allgemeine
Die Eröffnung des Berliner Großflughafens wird erneut verschoben. Der Skandal um die Baufehler wächst sich weiter aus. Es ist Zeit, dass Aufsichtsratschef Wowereit und sein Stellvertreter Platzeck Konsequenzen ziehen, meint unsere Autorin.
Was waren das für schöne Zeiten! Damals, als sich Klaus Wowereit und Matthias Platzeck noch im Bauarbeiter-Look auf der Flughafen-Baustelle in Berlin-Schönefeld ablichten ließen! So ein Helm, dürften sich die beiden gedacht haben, sieht zünftig aus. Und mit einem Prestige-Projekt wie dem Großflughafen Berlin-Brandenburg schmückten sich Landesväter ohnehin gerne.
Heute schauen wir fassungslos zu, wie das BER-Debakel sich immer noch weiter auswächst. Gerade haben wir erfahren, dass die Eröffnung ein weiteres Mal verschoben werden soll, diesmal auf 2014 oder vielleicht sogar 2015. Und was wir bei dieser Gelegenheit auch hörten, ist, dass die Gesellschafter der Flughafengesellschaft - Berlin, Brandenburg und der Bund - darüber bereits seit am 18. Dezember unterrichtet wurden. Ob sie aus Rücksicht auf die schöne Weihnachtszeit dieses Wissen erst einmal für sich behielten?
Zur Bau-Katastrophe kommt damit das Informationsdesaster. Und für beides trägt letztendlich der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft die Verantwortung. Jenes Gremium, in dem Klaus Wowereit den Vorsitz führt und Matthias Platzeck als stellvertretender Vorsitzender amtiert. Übrigens sind auch noch weitere vier weitere Aufsichtsratssitze mit Ministern und Staatssekretären aus Berlin und Brandenburg besetzt. Dafür findet sich in dem 15-köpfigen Gremium niemand, der selbst Erfahrung im Flughafenbau vorweisen kann.
Wowereit holte den Flughafenchef
Die Auflistung der Versäumnisse auf der Großbaustelle muss jedem Steuerzahler den Atem stocken lassen. Das sichtbarste Zeichen der Probleme ist die Tatsache, dass seit Monaten in Schönefeld kaum noch gearbeitet wird. Das liegt daran, dass es nicht einmal eine ordentliche Dokumentation der erfolgten Arbeiten gibt. Horst Amman, der neue Technik-Chef des Flughafens, musste seine Fachleute erst einmal auf kilometerlange Wanderungen durch das Gelände schicken, um überhaupt den Zustand der Baustelle zu erforschen.
Was sie fanden, waren schwerwiegende Fehler vor allem bei der Verkabelung und der Entrauchung, die nun in teurer und zeitraubender Kleinarbeit berichtigt werden müssen. Sicher trägt dafür zunächst einmal der Vorstand der Flughafengesellschaft die Verantwortung, vor allem Vorstandschef Rainer Schwarz, den Wowereit Ende 2005 nach Berlin geholt hatte. Erstaunlich übrigens, dass der Mann immer noch da ist. Der Bund als dritter Gesellschafter des Flughafens fordert seine Ablösung schon seit Monaten... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Nächster BER-Termin geplatzt / Brandenburgs Regierung seit Freitag informiert / Kritik am Aufsichtsrat | vom: 07.01.2013 Quelle: Märkische Allgemeine
Vom künftigen Berliner Hauptstadt-Airport in Schönefeld (Dahme-Spreewald) wird offenbar auch in diesem Jahr kein Flugzeug abheben. Das bestätigte heute Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune. Zuvor hatte unter anderem die „Bild”-Zeitung aus internen Unterlagen berichtet, dass die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) die für den 27. Oktober 2013 geplante Eröffnung abgesagt hat.
Angesichts des erneuten Debakels soll es noch heute ein Spitzentreffen geben. Daran nehmen die Spitzen der drei Gesellschafter der Flughafengesellschaft teil, von Brandenburger Seite Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), wie Regierungssprecher Thomas Braune sagte. Die anderen beiden Gesellschafter sind das Land Berlin und der Bund. Zu Ort und Zeitpunkt des Zusammentreffens wollte Braune keine Angaben machen.
Nach Angaben von Thomas Braune hat der Flughafen-Technikchef Horst Amann erstmals am vergangenen Freitag darüber informiert, dass der Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen „real nicht zu halten” sei. Dies habe Amann Mitarbeitern und Mitgliedern der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft mitgeteilt, so Braune heute in Potsdam. „Ich will auch mit der Mär in der Tagespresse aufräumen, dass schon früher darüber Klarheit bestanden hat.”
Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Dieter Dombrowski forderte indirekt den Rücktritt von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). „Der Ministerpräsident hat nicht nur als Aufsichtsrat, sondern auch als Regierungschef unverantwortlich und fahrlässig gehandelt. Er wird beiden Aufgaben nicht gerecht“, sagte Dombrowski im RBB. Darüber werde die CDU-Landtagsfraktion an diesem Dienstag beraten, so Dombrowski.
Zudem fordert die CDU-Fraktion die Ablösung von Flughafenchef Rainer Schwarz. Die Fraktion werde Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an diesem Montag auffordern, im Aufsichtsrat formell den Antrag auf Entlassung von Schwarz zu stellen, sagte CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski.
Die Berliner Grünen warfen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) „völliges Versagen vor“. Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop hält sogar einen Rücktritt Wowereits für unausweichlich ... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Zitate Wowereits zur Flughafeneröffnung | vom: 07.01.2013 Quelle: Märkische Allgemeine
Berlin (dpa) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch Chef des Flughafen-Aufsichtsrates ist, hielt noch zu Jahresbeginn eine Eröffnung des Hauptstadtflughafens für möglich. dpa dokumentiert jüngste Aussagen:
1.1.2013 - In der Neujahrsansprache: "... Verantwortung wahrzunehmen bedeutet, die Dinge anzupacken. Das gilt besonders für den Flughafen. Deshalb bündeln wir alle Kräfte, um den Eröffnungstermin im Oktober 2013 einzuhalten."
13.12.2012 - Vor dem Abgeordnetenhaus: "Es gibt noch viele Probleme zu bewältigen." Eine Garantie für den Eröffnungstermin könne er dem Abgeordnetenhaus deshalb nicht geben. Völlige Sicherheit gebe es erst, wenn die Betriebsgenehmigung erteilt sei.
12.12.2012 - In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte Wowereit, es gebe derzeit keinen Grund, am Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 zu zweifeln. ... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Vorwurf der "Ahnungslosigkeit" - Fluglärmgegner attackieren Landesregierung | vom: 07.01.2013 Quelle: Märkische Allgemeine
Das Aktionsbündnis für ein lebenswertes Berlin-Brandenburg (ABB) kann sich zwar immer noch über das erfolgreiche Volksbegehren gegen Nachtflüge auf dem künftigen Flughafen Schönefeld freuen, sieht sich aber durch Äußerungen des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ralf Christoffers herausgefordert. Der Linken-Politiker hatte dieser Tage Forderungen nach einem generellen Nachtflugverbot zurückgewiesen und erklärt, zwar müsse weiterhin nach Lösungen für einen besseren Lärmschutz gesucht werden, doch könne nicht in ein „obergerichtlich bestätigtes Planfeststellungsverfahren“ eingegriffen werden. Das erfolgreiche Volksbegehren ändere nichts an der Rechtslage. Es dürften keine Zusagen gemacht werden, die auf Grund der rechtlichen Situation nicht eingehalten werden. Das Planfeststellungsverfahren war im Sommer vorigen Jahres durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt worden. ABB-Sprecher Matthias Schubert bezeichnete Christoffers’ Auffassung als „geradezu absurd“. Klar und unbestreitbar sei, dass der Planfeststellungsbeschluss in seinem verfügenden Teil einen Widerrufsvorbehalt enthalte, der ausdrücklich zulasse, die bisherigen Auflagen zu ändern und zum Schutz der Bevölkerung zu verbessern. Dieser Vorbehalt sei, so Schubert, der Jurist ist, an keinen Tatbestand gebunden. Das heiße, die Planfeststellungsbehörde könne jederzeit zum Schutz der Bevölkerung die Nachtflugregelung am neuen Flughafen verschärfen. Schubert argumentiert weiter, dass nach der Rechts- und Verfassungsordnung der Bundesrepublik für Flughäfen kein Grundrecht auf Wachstum bestehe. Die Landesregierung könne somit Flugbetrieb aus Lärmschutzgründen jederzeit einschränken. Vertrauensschutz für Flughafenbetreiber oder Fluggesellschaften könne nicht ins Feld geführt werden, weil der Flughafen noch gar nicht in Betrieb sei. Schubert wirft der Landesregierung „Ahnungslosigkeit im Blick auf die Rechtsordnung“ vor. Die Entscheidung der Landtagsabgeordneten, wie sie sich zum Volksbegehren verhalten, soll im Februar oder März fallen. Zuvor findet eine Anhörung der Initiatoren im Hauptausschuss statt. Im Falle der Ablehnung des Volksbegehrens kommt es zum Volksentscheid. (Von Stephan Laude)... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | BER-Eröffnung scheitert wieder an Baumängeln - Berliner Flughafen geht frühestens 2014 in Betrieb | vom: 07.01.2013 Quelle: Focus Online
Die Pannenserie beim Berliner Großflughafen BER reißt nicht ab. Laut Medienberichten ist der Starttermin schon wieder nicht zu halten und wird auf 2014 verschoben. Hauptgrund dafür ist offenbar erneut der Brandschutz. Die Berliner Grünen-Fraktion hat bereits ein Misstrauensvotum gegen Bürgermeister Klaus Wowereit angekündigt.
Die Flughafen-Gesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) hat die Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports "Willy Brandt" am 27. Oktober 2013 abgesagt. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung von Montag vorab unter Berufung auf interne Unterlagen. Demnach sei ein BER-Start aufgrund massiver Baufehler frühestens 2014 möglich. Das wurde aus Kreisen des Flughafen-Aufsichtsrats inzwischen bestätigt. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft wollte am Sonntag keine Stellung nehmen.
Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus wollen noch in dieser Woche eine Sondersitzung des Abgeordnetenhauses beantragen und einen Misstrauensantrag gegen Wowereit stellen. Das kündigte Fraktionschefin Ramona Pop am Sonntagabend an. Wowereit soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung Ende November der Berliner SPD seinen Rücktritt angeboten haben, falls der Flughafen-Start 2013 platzt.
Auch Platzeck unter Beschuss In Brandenburg forderte CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski indirekt den Rücktritt von Ministerpräsident Platzeck. "Der Ministerpräsident hat nicht nur als Aufsichtsrat, sondern auch als Regierungschef unverantwortlich und fahrlässig gehandelt. Er wird beiden Aufgaben nicht gerecht", sagte Dombrowski in der Fernsehsendung "rbb aktuell".
Der Vorsitzende des Berliner Flughafen-Untersuchungsausschusses, Martin Delius (Piratenpartei), kritisierte die Informationspolitik der Flughafengesellschaft scharf.
"Dass wir aus der Boulevardpresse erfahren müssen, dass der Eröffnungstermin 2013 eventuell nicht zu halten sein wird, ist eine Frechheit", sagte Delius zu "heute.de".
Eröffnung in 2013 ausgeschlossen "Bild.de" zitierte am Sonntag aus einem Vermerk einer an dem Projekt beteiligten Baufirma. Danach habe die Flughafengesellschaft am 18. Dezember 2012 "die Gesellschafter und die anwesenden Firmenvertreter (...) über die Terminabsage" informiert. Bei einer vertraulichen Besprechung im Besucherzentrum des künftigen Airports an diesem Tag habe Technikchef Horst Amann eine Eröffnung 2013 ausgeschlossen.
Hauptproblem sei nach Angaben der Zeitung, dass... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link | Berlin blamiert Deutschland Flughafen-Eröffnung wieder geplatzt - Macht Wowi jetzt den Abflug? | vom: 07.01.2013 Quelle: Bild.de
Was für eine Schmach! Die Hauptstadt blamiert das ganze Land!
Die Flughafen-Gesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) hat die Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports "Willy Brandt" am 27. Oktober 2013 abgesagt.
Dies geht aus internen Unterlagen hervor, die BILD vorliegen. Demnach sei ein BER-Start aufgrund massiver Baufehler frühestens 2014 möglich. Sachverständige empfehlen gar eine "Sanierung des Terminals" bis 2015.
KLARTEXT: In den nächsten zwölf Monaten wird es wieder nichts mit dem Prestige-Projekt Hauptstadtflughafen!
"Die FBB informierte am 18.12.2012 die Gesellschafter und die anwesenden Firmenvertreter (...) über die Terminabsage", heißt es in einem Vermerk einer Baufirma, die am Flughafenbau beteiligt ist. Bei der vertraulichen Besprechung habe Technik-Chef Horst Amann (59) eine Eröffnung 2013 ausgeschlossen, stattdessen einen Termin frühestens 2014 in Aussicht gestellt. Hauptproblem sei, dass beim BRANDSCHUTZ ABWEICHEND VON DER BAUGENEHMIGUNG gebaut wurde.
Die rund zehn Teilnehmer der Sitzung waren nach BILD-Informationen geschockt. Man einigte sich darauf, das neue Debakel erst mal nicht öffentlich zu machen.
Die Bauaufsichtsbehörde schrieb kurz darauf (28. Dezember 2012) einen mahnenden Brief (liegt BILD vor) an den Brandschutzplaner des Flughafens. Darin heißt es: "Die Genehmigung zu erreichen, wird Zeit und Kraft verlangen."
Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop kündigte in der Sendung "rbb aktuell" am Abend die Beantragung einer Sondersitzung des Abgeordnetenhauses für die neue Woche an, in der Wowereit die Wahrheit sagen müsse.
Auch einen Misstrauensantrag gegen Wowereit, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft ist, wollen die Grünen stellen.
"Klaus Wowereit ist zu einer Belastung für unsere Stadt geworden", sagte Pop. Sie sei fassungslos, dass die neuerliche Verschiebung offenbar seit Mitte Dezember bekannt gewesen und Wowereit in den Weihnachtsurlaub gefahren sei, ohne zu informieren. Wenn das stimme, müsse das Konsequenzen haben.
Der brandenburgische CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski sprach von einer "vorhersehbaren Katastrophe". Die neuerliche Verschiebung sei der letzte Beweis für die Unfähigkeit der Verantwortlichen im Aufsichtsrat. Ministerpräsident Platzeck werde seiner Aufgabe im Aufsichtsrat nicht gerecht.
Seit Anfang Dezember versucht der Flughafen mit Rauchversuchen im Terminal nachzuweisen, dass trotz der Abweichungen von der Baugenehmigung die Passagiere im Brandfall sicher sind ? und kein Terminal-Umbau nötig ist.
Doch entscheidende Tests lieferten nach BILD-Informationen fatale Ergebnisse.
"Im Brandfall muss die Entrauchungsanlage eine rauchfreie Schicht bilden, damit sich Menschen retten können", berichtet ein Sachverständiger. "Dafür wird erstens Rauch abgesaugt. Das funktioniert. Aber es muss auch Frischluft dosiert nachgeführt werden. Damit ist die technische Steuerung aber überfordert."
Ein Beispiel: "Je nachdem wie der Wind auf das Terminal trifft, müssen die Fenster im Brandfall anders gesteuert werden", erklärt ein Ex-Bauleiter. "Das wurde in Simulationen vergessen und deshalb kann das die Anlage jetzt auch nicht." Die Folge: Im Terminal muss massiv umgebaut werden.
Wie berichtet, warnte der Brandschutzplaner "hhpberlin" Ende Oktober vor Genehmigungsproblemen bei der "Nachströmung" von Frischluft. Zudem sei die Entrauchungsanlage, die Sprinkleranlage und das Schließsystem des Terminals kritisch.
Nicht nur der Brandschutz verhindert ... den vollständigen Artikel finden Sie unter dem obigen Link
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